Wie ein riesiges Familienfest
Ehingen. Gestern Abend feierte Ehingen in der Lindenhalle die große Jubiläumsparty anlässlich der 20-jährigen Städtepartnerschaft Ehingen/ Esztergom.
Text: Nina Möllerring, Fotos: Apostolos Sachpazidis
Dieser Abend wirkt wie ein überdimensionales Familienfest. Ungarn, Deutsche, Slowaken – alle saßen gemeinsam an den Tischen, aßen Käseknödel und ungarisches Gulasch, redeten, prosteten sich zu oder umarmten sich bei der Begrüßung.
Es schien, als ob alte Freunde endlich mal wieder Zeit gefunden hatten, miteinander zu feiern – und mitten drin Wolf Brzoska. Erst durch seinen Einsatz ist diese spürbar enge Verbindung von Esztergom zu Ehingen erst möglich geworden. Seit 20 Jahre pflegt und hegt der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins die Beziehungen zu der ungarischen Partnerstadt an der Donau. Für diesen Einsatz wurde er gestern von Esztergoms Bürgermeisterin Éva Tétényi zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Auch Oberbürgermeister Alexander Baumann wurde diese Ehre zuteil.
Doch damit nicht genug. Guido Wolf, Präsident des Landtags Baden-Württemberg verlieh Dr. Brzoska am gleichen Abend noch die Staufermedaillie, eine besondere Ehrung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.
Der danach folgende bunte Abend war eine Mischung ungarischer Lebensart und schwäbischer Frohnatur: Die Esztergomer Hofkapelle von der Musikschule Brachmann, ein Walzertanz, made by Tanzschule Möhrle, gefolgt von der Volkstanzgruppe Weilersteußlingen, danach das Bläserquintett Frankenhofen und das Muckenspritzer-Ballett. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Zigeunerkinder aus Esztergom. Ohne Glitzer, Glamour oder Bühnendeko standen die Jugendlichen auf der Bühne und sangen und tanzten. Eine besondere und mutige Leistung, wenn man bedenkt, dass diese Kinder in ihrem bisherigen Leben noch nie aus Esztergom raus gekommen waren.

